30. August: w417-Kino HÖLLE HAMBURG & Solibar für §278-Gefangene
Juli 21st, 2008
18.00 Vokü, 20.00 Film + Solibar für §278 Gefangene
Weißgasse 4, 1170 Wien. Straßenbahn 9, 44, J
HÖLLE HAMBURG
Deutschland, 2007, 88 min. Regie: Peter Ott und Ted Gaier. Kamera: Deborah Schamoni. Mit: Dschingis Bowakow, Ibrahima Sanogo, Olajide Akinyosoye, Andreas Matti, Martina Schiesser u.a.
Im Filmprojekt “HÖLLE HAMBURG” geht es um ein Schiff, das im Hamburger Hafen von seinen Eignern im Stich gelassen wird, um dessen Belegschaft, die sich damit in einer ziemlich verzweifelten Situation wiederfindet, und um eine Journalistin, deren Talent vom Fernsehen wenig, von einem Geheimdienstmitarbeiter dafür aber um so mehr geschätzt wird.
In der Belegschaft befindet sich eine Zelle eines mysteriösen Matrosengeheimkultes, der ein Residuum des Marineapparats der Komintern darstellt. Einige Zellen dieses Apparats haben die Auflösung der Komintern 1942 überlebt und haben mit der Zeit die alten Geheimcodes sowie das kommunistische Agitprop in sehr obsessive Trancetechniken übertragen: mittels eines Mediums kommunizieren sie mit den Geistern der Komintern-Funktionäre und übernehmen, von diesen geleitet, die Kontrolle über das Schiff.
Die Journalistin ist eigentlich damit beschäftigt, für einen Themenabend einen Dokumentarfilm über moderne Regel- und Steuerungstechniken in der Hafenlogistik herzustellen. Als sie im Zuge ihrer Arbeit mit dem “abandoned ship” in Kontakt gerät, wird sie von den Geistern der Matrosen infiziert und nimmt in deren Besessenheitskult eine Funktion ein. So oszilliert sie zwischen ihrer Alltagswelt, in der sie u.a. Interviews im Hamburger Hafen macht und sich wegen ihres Filmes mit ihrem Produzenten herumschlagen muss, und einer fremden, traumhaft-wilden Welt, in der alles, was normal zu sein scheint, von einer anderen Seite dargestellt wird.
Der Geheimdienstmitarbeiter schließlich kriegt ziemlich schnell heraus, dass er nur über die Journalistin an das mysteriöse Matrosennetzwerk herankommt, dessen Existenz eine potenzielle Sicherheitslücke in der internationalen Seefahrt darstellt. Zunächst operiert er geschickt mit der Verführung durch seine Kontakte, die der Journalistin in ihrer Karriere weiterhelfen könnten. Als er damit bei ihr an eine Grenze stößt, greift er zu anderen Mitteln und die Lage eskaliert…
www. hoellehamburg.org
Flyer zum Download: Flyer Hölle Hamburg 01 Flyer Hölle Hamburg 02